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  • VR Office

    Wie sieht der ideale Arbeitsplatz für die professionelle Nutzung von VR aus und welche Anwendungen sind in der Möbelindustrie von morgen denkbar? Anton Reinig, BA Designer und Design Thinker, widmete sich in seiner Bachelorarbeit diesen Fragestellungen. Ausgehend von der These, dass die Anforderung an einen solchen Raum wesentlich durch das Medium bestimmt wird, welches genutzt wird, entwickelte er in Kooperation mit System 180 ein prototypisches Environment, das diesen Anforderungen entspricht. So ermöglicht der Einzug von Virtual Reality in die Arbeitswelt ganz neue Freiheiten der Interaktion von Mensch und Computer. Während bisher die Bedienung auf Tastatur, Maus und Monitor beschränkt war, können wir heute mit VR einen ganzen Raum als begehbare, interaktive Schnittstelle gestalten. Das „VR Office“ muss dabei neben der Organisation der Technik vor allem auch ein physischer Ort sein, an dem der Mensch in der virtuellen Welt sicher aufgehoben ist. Nur so kann er seine ganze Aufmerksamkeit der Arbeit im virtuellen Raum widmen. Heraus gekommen ist eine filigrane Raumstruktur mit einem einfach montierbaren Tragwerk aus Edelstahlrohr. An dieser Struktur sind sowohl die benötigten 3D-Tracking-Sensoren befestigt, wie auch die dem Schutz und der Privatsphäre des Nutzers dienenden Vorhänge. Unterschiedliche Bodenbeläge geben dem Akteur haptische Informationen wo der virtuelle Raum endet. Die benötigten Hardwarekomponenten sind, ebenfalls zum Schutz des Nutzers, in einem separaten, rollbaren Schrank aus der Kabine ausgelagert. Mit dem “VR Office” definiert Anton Reinig damit einen modularen Baukasten aus räumlichen sowie Hard- und Softwarekomponenten für die Ausstattung eines zeitgemäßen VR-Arbeitsraums.